Die von mir in MS-Acces und MS-SQL erstellte Datenbank war vom März 1993 bis Ende 2007 die stabilste und benutzerfreundlichste KIS-Anwendung in der unfallchirurgischen Klinik der MHH m Einsatz.
In der Zeit vom September 1993 bis Dezember 2004 wurden u. a. folgende Datenmengen gespeichert:
Seit meinem Abteilungswechsel am 1. Januar 2005 und bis zum Mitte 2007 lief die Datenbank ohne jegliche Datenbankpflege einwandfrei.
Das unterstreicht die Programmierqualität und Stabilität der Datenbank.
Die Realisierung des Konzeptes bis auf die Punkte (3) und (6) war im Mai 1993 mit Erfolg abgeschlossen. Das Programm ist bis Mitte 2007 noch im Einsatz gewesen.
Es lief unter einem Windows 2000-Server in der MS-Office 2000/XP als Benutzerumgebung.
Die Software-Ergonomie (die s.g. ISO-Norm 9241) war noch Diskussionsstoff in
der Öffentlichkeit gewesen, während ich mich nach den grafischen
Benutzeroberflächen von MS-Windows orientierte. Heutzutage ist der Einsatz einer
Software, die sich nicht nach der ISO-Norm 9241 (BGBl. I S. 1841) richtet,
undenkbar. (Bildschirmarbeitsverordnung - BildscharbV Vom 4. Dezember 1996
)
P.S. Aus betriebspolitischen Gründen durften die Module für die
Aufgaben 3 und 6 nicht in Betrieb genommen werden.
1997 verkaufte die Kliniksleitung Fetzen aus dem Quellcode-Fetzen aus der Entwicklerumgebung meiner Datenbank an die Firma Sabri für ~ 30.000 DM (Entspracht dem Preis für 3 Notebooks der Marke DELL).
Einige Monate später verkaufte Firma Sabri für mehr als 200.000 DM ein Dokumentenverwaltungssystem an das Rechenzentrum der MHH.
Einige Monate später beantragte eine der Unikliniken von Köln den Kauf des Sabri-Systems. Ihr Antrag wurde vom hiesigen Rechenzentrum mit der Begrundung abgelehnt, dass das Dokumentenbewahrungssystem der Firma Sabri als nicht relationale Datenbank für die Dokumentation einer Klinik nicht geeignet wäre.
** - Datensicherheitsmaßnahmen:
Aus Datensicherheitsgründen ist darauf zu achten, daß Identifikationsdaten und klinische Daten der
Patienten räumlich voneinander strikt getrennt gehalten sind.
Die Verknüpfung beider Datenbestände ist nur lokal vor Ort am PC des zugriffsberechtigten Arbeitspersonals gewehrleistet.
Ein unberechtigter Zugriff auf den ganzen Patientendatenbestand oder mehr als drei Patientendatensätze an einem Ort gleichzeitig wird erschwert bzw. unmöglich gemacht.
Zwei Jahre nachdem ich meine Datenbank an weitere Mitarbeiter des Rechenzentrums abgegeben habe, kam es zu einem bedauerlichen Sicherheitsleck und der gesamte
Patientendatenbestand ging an die Presse (Hannoverische Wirtschaftszeitung Dez. 2006) als Beispiel für Schlamperei im Datenschutz einer renommierten Universitätsklinik.
Die Zeitung sprach von ~ 20 Tausend Patienten, deren Identifikationsdaten und klinische Daten zusammenverknüpft auf einem Speichermedium befanden. warum gerade eine Zeitung mit wenig Lesern wie die WZH und nicht gleich eine der Großen wie z. Bsp. die "BILD ZEITUNG"? wollte ein Printjournalisten-Frischling sein Feder schnell und preiswert vergolden, anstatt auf eine wahre Chance zu warten?, oder sollte der Programmierer dieser Datenbank durch diese Einschüchterungsaktion gezwungen werden, sich von allen sensiblen Daten (Betriebsgeheimnisse) zu trennen?. Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren.
Der Pressesprecher des Universitätsklinikums behauptete der HWZ gegenüber, daß die Datenbank seit 7 Jahren nicht mehr im Betrieb wäre, was nicht der Wahrheit entsprach.
Tatsache ist, diese Datenbank blieb bis Ende 2007 im Betrieb, weil es einfach keine bessere Alternative dafür gab.
Die Datenbank wurde von einer Fremdfirma übernommen und ins eigene Datenbanksystem migriert.
Folgende Grundsätze vereinfachten die Bedienung der Datenbank:
Vorgangsverwaltung Patientenstammdaten und Behandlungsvorgang: